Saisonale Ausgeglichenheit: Mit Yoga durch die Jahreszeiten begleitet von Ayurveda
Die Natur ist unser größter Lehrer. Im Laufe der Jahreszeiten unterliegt alles der Natur Pflanzen, Bäume, Tiere, Wind, Sonnenlicht und Temperatur in einem ständigen Wandel. Als Menschen sind wir nicht von der Natur getrennt, sondern ein untrennbarer Teil von ihr. Wenn sich die Natur verändert, reagieren auch unser Körper und unser Geist darauf. Zu lernen, im Einklang mit diesen natürlichen Rhythmen zu leben, ist das Wesen von Ayurveda und Yoga.
Im Nattika Beach Ayurveda Resort glauben wir, dass wahre Gesundheit nicht dadurch erreicht wird, dass man sich der Natur entgegenstellt, sondern indem man sie versteht und sich auf sie einlässt. Mit dieser Absicht hielt unser Ayurveda- und Yoga-Team am 18. Dezember eine interaktive Vorlesung mit dem Titel „Saisonale Harmonie: Yoga durch die Jahreszeiten mit Ayurveda” ab, um unseren Gästen ein tieferes Verständnis für das Leben im Einklang mit den Jahreszeiten (Ritucharya) zu vermitteln.
Eine interaktive Lernerfahrung
Die Veranstaltung war bewusst als ansprechende und erfahrungsorientierte Lernreise konzipiert und nicht als herkömmlicher Vortrag. Anhand einer detaillierten PowerPoint-Präsentation und informativen Handouts für die Gäste erläuterten wir, wie sich die Jahreszeiten auf folgende Bereiche auswirken:
- Natur und Umwelt
- Das Gleichgewicht der drei Doshas (Vata, Pitta, Kapha)
- Verdauung, Immunität, körperliche Stärke und geistiges Wohlbefinden
- Lebensgewohnheiten, Ernährungsgewohnheiten, Yoga-Übungen und Routinen zur Selbstpflege
Jedes Konzept wurde anhand von Yoga Asanas, Pranayama und Meditation praktisch demonstriert und gemeinsam mit den Gästen geübt. Dieser erfahrungsorientierte Ansatz ermöglichte es den Teilnehmern, die Lehren direkt zu erleben, Fragen zu stellen und über ihren eigenen Körper, ihre Gewohnheiten und ihren Lebensstil nachzudenken.
Moderatoren der Sitzung
Die Sitzung wurde von unseren erfahrenen Experten geleitet, deren gebündelte Weisheit eine herzerwärmende und inspirierende Erfahrung schuf: Dr. Geethu , Dr. Nitha, Herr Arun (Yogalehrer)
Ihre gemeinsame Lehre verband auf wunderbare Weise klassisches ayurvedisches Wissen mit praktischer Yoga-Anwendung, wodurch die Sitzung sowohl zugänglich als auch tiefgründig und bedeutungsvoll war.
Wie Yoga und Ayurveda Hand in Hand wirken
Ayurveda: Saisonale Veränderungen verstehen (Ritucharya)
Ayurveda erklärt, wie jede Jahreszeit bestimmte Eigenschaften mit sich bringt, die die Doshas beeinflussen. Es hilft uns zu verstehen:
- Wie sich die Natur im Laufe der Jahreszeiten verändert
- Wie sich Pflanzen, Tiere und das Klima anpassen
- Wie sich diese Veränderungen auf Verdauung, Immunsystem, Energiehaushalt und geistiges
Gleichgewicht
auswirken
- Welche Lebensmittel und Lebensgewohnheiten den Körper stärken und Krankheiten vorbeugen
Yoga: Unterstützung für Körper und Geist im Wandel der Jahreszeiten
Yoga ergänzt Ayurveda, indem es praktische Hilfsmittel bietet, um diese saisonalen Einflüsse auszugleichen, und zwar durch:
- Asanas (Körperhaltungen)
- Pranayama (Atemtechniken)
- Meditation und Entspannung
- Achtsame tägliche Routinen
Zusammen schaffen Yoga und Ayurveda saisonale Harmonie, wodurch Gesundheit, Klarheit und Vitalität auf natürliche Weise entstehen können.
Saisonale Ernährung und Verdauungsbewusstsein (Ahara nach Ritucharya)
Ayurveda misst der Ernährung als Medizin große Bedeutung bei. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten schwanken auch unser Verdauungsfeuer (Agni), unsere Kraft, unsere Immunität und unsere Toleranz. Der Verzehr von Lebensmitteln, die für die jeweilige Jahreszeit geeignet sind, hilft dabei, das Gleichgewicht zu erhalten, Krankheiten vorzubeugen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
Shishira (Spätwinter)
Dosha-Veränderungen: Kapha & Vata nehmen zu
Ziel: Den Körper wärmen und die Flexibilität erhalten
Yoga-Schwerpunkt: Dynamischer Flow, Übungen, die Wärme erzeugen
Empfohlene Asanas:
Surya Namaskar (schnell), Utkatasana, Brückenpose, Kamel
Zu vermeiden: Übermäßige Kälteeinwirkung, Fasten, schwere und schläfrige Sequenzen
Veränderungen im Körper:
- Zurückgehaltene innere Wärme erhöht das Verdauungsfeuer.
- Gute Kraft, aber es kann zu Ungleichgewichten kommen, wenn die Ernährung unzureichend ist.
Zu vermeidende Lebensmittel:
- Übermäßig scharfe Speisen.
- Bittere und herbe Geschmacksrichtungen.
- Kalte Speisen und kalte Getränke.
Empfohlene Lebensmittel:
- Nahrhafte Lebensmittel wie Fleisch, Fleischsuppen, Milchprodukte
- Warme, frisch zubereitete Mahlzeiten
- Ghee, Öle, süß-saure-salzige Geschmacksrichtungen
- Weizen, frisch geerntetes Getreide, Sesamöl
Vasanta (Frühling)
Dosha-Veränderungen: Verstärkung von Kapha
Ziel: Entgiftung und Durchblutung
Yoga-Schwerpunkt: Kräftiges Vinyasa, Drehungen, Umkehrhaltungen
Empfohlene Asanas:
Parivritta Trikonasana, Navasana, Sarvangasana, Twisting Chair
Zu vermeiden: Schlafen am Tag und übermäßige Ruhephasen
Veränderungen im Körper:
- Anfällig für Erkältungen, Asthma, Verdauungsstörungen und Allergien
Zu vermeidende Lebensmittel:
- Schwere, schwer verdauliche Lebensmittel
- Übermäßiger Konsum von Ölen, Fetten, süßen und sauren Lebensmitteln
Empfohlene Lebensmittel:
- Alte Gerste, Weizen, Honig
- Trockene, leichte, leicht verdauliche Lebensmittel
- Ziegen-, Kaninchen- oder Hühnerfleisch (gebraten oder gegrillt)
- Fermentierte Getränke und Wein (in Maßen)
- Warmes Wasser mit Honig oder mit Ingwer gekochtes Wasser
Grishma (Sommer)
Dosha-Veränderungen: Vata & Pitta nehmen zu
Ziel: Abkühlung und Entspannung
Yoga-Schwerpunkt: Sanfte Dehnungen, Vorbeugen, kühlendes Pranayama
Empfohlene Asanas:
Kindhaltung, Vorbeugen, Mondgruß, Supta Baddha Konasana
Zu vermeiden: Hot Yoga, intensive körperliche Anstrengung, Training zur Mittagszeit
Veränderungen im Körper:
- Verminderte Kraft
- Übermäßiges Schwitzen, Durst, Müdigkeit, Reizbarkeit
Zu vermeidende Lebensmittel:
- Alkohol und starke Weine
- Übermäßig salzige, saure, scharfe oder würzige Speisen
- Sehr heiße Speisen
Empfohlene Lebensmittel:
- Kühle, süße, wässrige Speisen
- Natürlich kühlende Getränke, Fruchtdesserts, süße Kräutergetränke
- Gesüßter Joghurt (Buttermilch)
- In Ton- oder Lehmgefäßen aufbewahrtes Wasser
Varsha (Monsun)
Dosha-Veränderungen: Alle drei Doshas sind gestört (Vata dominiert)
Ziel: Erdung und Stabilität
Yoga-Schwerpunkt: Langsame, gleichmäßige, regenerierende Übungen
Empfohlene Asanas:
Malasana, Vajrasana, Parivritta Vajrasana, Katze-Kuh, Gleichgewichtsübungen
Zu vermeiden: Springen, schnelle Übergänge, Barfußlaufen
Veränderungen im Körper:
- Schwaches Verdauungsfeuer
- Geringe Immunität und verminderte Energie
Zu vermeidende Lebensmittel:
- Schwere, kalte, rohe, frittierte und wasserhaltige Lebensmittel
- Blattgemüse, fermentierte Lebensmittel, Joghurt
- Übermäßiger Salzkonsum
Empfohlene Lebensmittel:
- Warme, leichte, frisch zubereitete Mahlzeiten
- Reis, Gerste, Moong Dal (Mungbohnen)
- Flaschenkürbis, Ridge Gourd (Spitzkürbis)
- Verdauungsfördernde Gewürze (Ingwer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Hing)
- Leicht gewürzte Fleisch- und Gemüsesuppen
Sharad (Herbst)
Dosha-Veränderungen: Pitta-Verschlimmerung
Ziel: Kühlung und Entgiftung
Yoga-Schwerpunkt: Langsame Vinyasa, Herzöffner
Empfohlene Asanas:
Kobra, Mondgruß, Brückenpose, Trikonasana, Rückenlage-Drehun
Zu vermeiden: Beheizte Räume und aggressive Übungen
Veränderungen im Körper:
- Übersäuerung, Hautausschläge, Brennen
- Kopfschmerzen und Hautprobleme
Zu vermeidende Lebensmittel:
- Schwere Speisen, Joghurt, übermäßiger Fettkonsum
- Starker Alkohol
- Fleisch von Wassertieren
- Schlafen am Tag
Empfohlene Lebensmittel:
- Leichte, kühlende, Pitta-beruhigende Lebensmittel
- Milde, nicht scharfe, leicht verdauliche Mahlzeiten
Hemanta (Frühwinter)
Dosha-Veränderungen: Kapha &Vata nehmen zu
Ziel: Kraft und Wärme aufbauen
Yoga-Schwerpunkt: Wärme erzeugende Flows und Rückbeugen
Empfohlene Asanas:
Surya Namaskar (schnell), Utkatasana, Brückenpose, Kamel
Zu vermeiden: Kälteeinwirkung und Fasten
Veränderungen im Körper:
- Starkes Verdauungsfeuer
- Höchstleistung der körperlichen Kräfte
Zu vermeidende Lebensmittel:
- Übermäßig scharfe Speisen
- Bittere und adstringierende Geschmacksrichtungen
- Kalte Speisen und Getränke
Empfohlene Lebensmittel:
- Nahrhafte Lebensmittel wie Fleisch, Suppen, Milchprodukte
- Warme, frisch zubereitete Mahlzeiten
Ghee, Öle, süß-saure-salzige Geschmacksrichtungen
- Weizen, frisch geerntetes Getreide, Sesamöl
Saisonales Pranayama &Meditation
- Hemanta, Shishira & Vasanta:
Kapalabhati, Bhastrika, Suryabhedana
Meditation: Energetisierende Atemwahrnehmung und Visualisierung von Wärme
- Grishma & Sharad:
Sheetali, Sheetkari, Chandrabhedana, langsames Anulom Vilom
Meditation: Visualisierung des kühlenden Mondes
- Varsha:
Nadi Shodhana, sanftes Ujjayi, Bhramari
Meditation: Body Scan und Mantra-Wiederholung (Om Shanti)
Gästebewertungen & Reflexionen
Die Rückmeldungen unserer Gäste waren sehr ermutigend. Viele
äußerten ihre Dankbarkeit dafür, dass sie ihren Körper endlich durch die
Brille des Ayurveda und Yoga verstehen konnten.
Zu den wichtigsten Rückmeldungen gehörten:
- Wertschätzung für die PPT-Präsentation und die Handouts für die tägliche Anwendung
- Positives Feedback zur interaktiven Frage-und-Antwort-Runde
- Vorschläge für systematischere Folien und vollständige Asana-Demonstrationen
- Wünsche für zukünftige Sitzungen mit stärkerem Fokus auf Ayurveda-Behandlungen
- Interesse an regionaltypischen saisonalen Lebensmitteln für internationale Gäste
Der Weg in die Zukunft
Zu sehen, wie Gäste wieder eine Verbindung zur Natur aufbauen und Klarheit über ihren eigenen Körper gewinnen, war für unser Team eine große Bereicherung. Die positive Resonanz hat uns ermutigt, weiterhin solche Bildungs- und Erlebnisangebote anzubieten und Ayurveda und Yoga nicht nur als Therapien, sondern als Lebensweise zu vermitteln.
Bei uns in Nattika setzen wir uns weiterhin dafür ein, unseren Gästen zu saisonaler Harmonie, bewusstem Leben und ganzheitlichem Wohlbefinden zu verhelfen, immer im Einklang mit der Weisheit der Natur.
FAQ'S
Die saisonale Lebensweise, Ritucharya genannt, beschreibt die Anpassung von Ernährung, Lebensstil, Yoga und Selbstfürsorge an die Veränderungen der Natur. Sie unterstützt Verdauung, Immunsystem, Energie und geistiges Wohlbefinden im Jahresverlauf.
Ayurveda erklärt, wie sich die Jahreszeiten auf Körper und Doshas auswirken. Yoga bietet praktische Methoden wie Asanas, Pranayama und Meditation, um diese Einflüsse auszugleichen. Gemeinsam fördern sie natürliche Balance und innere Harmonie.
Nach Ayurveda variiert das Verdauungsfeuer (Agni) je nach Jahreszeit. Diese Veränderungen beeinflussen Kraft, Immunität und Belastbarkeit. Saisonale Ernährung und angepasste Routinen helfen, Ungleichgewichte zu vermeiden.
Ja. Saisonales Yoga ist für alle Erfahrungsstufen geeignet. Der Schwerpunkt liegt auf achtsamer Bewegung, passender Atmung und Entspannung, abgestimmt auf die jeweilige Jahreszeit.
Durch kleine Anpassungen wie saisonale Ernährung, angepasste Yogaübungen, passende Atemtechniken und einfache tägliche Rituale lassen sich die Prinzipien gut in den Alltag integrieren. Die bereitgestellten Unterlagen helfen dabei nachhaltig.


